STM32C5 Anleitung
Dies ist der C5 spezifische Teil meiner STM32 Anleitungen.
Die STM32C5 Mikrocontroller haben einen ARM Cortex M33F Kern bis 144 MHz. Neben den üblichen ADC und DAC sind auch Operationsverstärker, Komparatoren und ein Delay Block vorhanden. Mit DSP Befehlen, einer FPU und dem CORDIC Koprozessor lassen sich die Signale schnell berechnen. Drei Modelle haben auch Ethernet.
Die STM32C5 Serie wurde 2026 als preisgünstige Alternative zu chinesischen Konkurrenten beworben. Sie kommt zusammen mit einer neuen HAL2, sowie dem neuen Cube MX2. Beide sind nicht abwärts-kompatibel. Arduino unterstützt die STM32C5 noch nicht (Stand Juni 2026, siehe Supported boards).
Wenn du mehr analoge Funktionen, einen FMAC oder USB-PD brauchst, dann schau dir die STM32G4 Serie an.
Modelle
| Size | xB | xC | xE | xG |
x: F = 20 Pins E = 24 Pins K = 32 Pins C = 48 Pins R = 64 Pins M = 80 Pins V = 100 Pins Z = 144 Pins |
|---|---|---|---|---|---|
| Flash | 128 KiB | 256 KiB | 512 KiB | 1024 KiB | |
| RAM ↴ | 64 KiB | 64 KiB | |||
| STM32C531 | |||||
| STM32C5322 | |||||
| STM32C5422,3 | |||||
| RAM ↴ | 128 KiB | 128 KiB | |||
| STM32C551 | |||||
| STM32C5521 | |||||
| STM32C5621,3 | |||||
| RAM ↴ | 256 KiB | 256 KiB | |||
| STM32C5914 | |||||
| STM32C5932,4 | |||||
| STM32C5A32,3,4 | |||||
| all | |||||
- mit 1·CAN Bus
- mit 2·CAN Bus
- mit AES Verschlüsselung 128 und 256 Bit
- mit Ethernet
Die Pinbelegung und elektrischen Daten stehen im jeweiligen Datenblatt. Für den Programmierer ist das Reference Manual am wichtigsten, da es die interne Peripherie und Register beschreibt. Im Errata Sheet beschreibt der Hersteller überraschende Einschränkungen und Fehler der Mikrochips, teilweise mit konkreten Workarounds.
Weiter führende Doku:
- STM32C5 series - PDF Documentation z.B. Application Notes
- STM32C5 Online Training
- Newlib Dokumentation der Standard-C Library
- STM32 HAL/LL Drivers Documentation Beschreibung des Cube HAL Frameworks
- STM32 Cortex-M33 MCUs and MPUs Programming Manual Beschreibung des CPU Kerns
- ARM Cortex-M33 Processor Technical Reference Manual Beschreibung des CPU Kerns
- The Definitive Guide to ARM Cortex-M23 and Cortex-M33 Processors von Joseph Yiu
Elektrische Daten
Alle hier gezeigten STM32C5 Chips kann man mit 2,7 bis 3,6 Volt betreiben. Die USB Schnittstelle braucht 3,3 V.
Der VCAP Pin muss mit einem 2,2 µF Kondensator beschaltet werden, um die interne Versorgungsspannung der CPU zu stabilisieren.
Die STM32C5 haben keinen separaten Batterieanschluss (VBAT) für die RTC!
Viele I/O Pins sind 5 V tolerant, sie sind im Datenblatt mit "FT" gekennzeichnet. Im open-drain Modus dürfen die 5 V toleranten Ausgänge durch externe Widerstände auf 5 V hoch gezogen werden. Analoge Eingänge vertragen maximal die gleiche Spannung wie am VDDA Pin.
Die Ausgänge sind einzeln mit 20 mA und alle zusammen mit 140 mA belastbar. Gültige Logikpegel sind aber nur bis 8 mA garantiert. Die Ausgänge sind nicht Kurzschluss-fest.
Die Eingänge sind sehr hochohmig (da CMOS) und haben einen Schmitt-Trigger. Die ESD Schutzdioden sind teilweise nur sehr bedingt belastbar. Die internen Pull-Up und Pull-Down Widerstände haben ungefähr 40 kΩ. Alle I/O Pins haben ungefähr 5 pF Kapazität.
Der NRST (Reset) Pin hat intern einen Pull-Up Widerstand und kann sowohl vom Chip selber als auch von außen auf Low gezogen werden. Intern erzeugte Reset-Impulse sind garantiert mindestens 20 µs lang.
Ausnahme:
Pegelwechsel an PC13 können bei Modellen mit LQFP Gehäuse die Genauigkeit der RTC beeinträchtigen.
Boards
Nucleo-C542RC
Das Nucleo-C542RC Board (aus der Nucleo-64 Reihe) ist ein hochwertiges Starter-Set zum günstigen Preis um 20 €.
- ARM Cortex-M33F Mikrocontroller Modell STM32C542RC
- max. 144 MHz
- 256 KiB Flash
- 64 KiB RAM
- 8 DMA Kanäle
- RTC mit Kalender
- 51 GPIO Pins auf Stiftleisten herausgeführt
- 1·ADC 12 Bit, 2·DAC 12 Bit, 1·OPAMP, 1·I²C, 1·I³C, 5·UART, 2·SPI, 1·USB, 1·CAN, 6·16 Bit Timer, 1·32 Bit Timer
- 24 MHz Hauptquarz und 32,768 kHz Uhrenquarz
- Eine programmierbare LED an PA5, die bei HIGH Pegel leuchtet
- Ein programmierbarer Taster, der PC13 auf HIGH zieht, mit Pull-Down Widerstand
- Reset Taster
- Stromversorgung wahlweise über USB, 7-12 V, 5 V oder 3,3 V
- Buchsenleisten für Arduino Shields (aber nur einige Pins vertragen 5 Volt!)
- ST-Link in Version 3EC
- Zum Programmieren und Debuggen
- Virtueller Memory-Stick zum Upload von *.hex und *.bin
- Virtueller COM Port (USB-UART) verbunden mit USART2 oder LPUART1 (PA2, PA3), unterstützt bis zu 16 MBaud
- SWD/SWV Kommunikation bis zu 24 MHz
Der eingebaute ST-Link Adapter kann nicht abgetrennt werden und er kann auch nicht zum Programmieren anderer Mikrocontroller verwendet werden.
Das User Manual enthält die vollständige Beschreibung des Boardes.
WeAct STM32C552VET6 100-Pin Core Board
Das WeAct STM32C552VET6 100-Pin Core Board wird bei Aliexpress ab 6 € angeboten.
- ARM Cortex-M33F Mikrocontroller Modell STM32C552VET6
- max. 144 MHz
- 512 KiB Flash
- 128 KiB RAM
- 12 DMA Kanäle
- RTC mit Kalender
- 79 GPIO Pins auf den Stiftleisten
- 9·16 Bit und 2·32 Bit Timer mit 56 PWM Ausgängen
- 2·ADC 12 Bit mit 12 Eingängen
- 1·DAC 12 Bit mit 1 Ausgang
- 1·Analog comparator
- 2·I²C
- 1·I³C
- 6·UART
- 3·SPI
- 1·USB
- 1·CAN
- 8 MHz Hauptquarz und 32,768 kHz Uhrenquarz
- Drei Taster
- Boot: zieht PH2 = Boot0 auf HIGH, mit Pull-Down Widerstand
- User: zieht PC13 auf HIGH, ohne Pull-Down Widerstand
- Reset
- Eine programmierbare blaue LED an PH15, leuchtet bei HIGH Pegel
- Die Power LED ist rot
- Stromversorgung wahlweise über USB, 3,3 V oder 5 V
- Separate Stiftleiste für die SWD Schnittstelle zum Anschluss des Debuggers
Der Spannungsregler kann leicht überhitzen wenn man ihn mit zusätzlichen Verbrauchern belastet.
WeAct STM32C552CET6 48-Pin Core Board
Auf Github habe habe ich Unterlagen zum WeAct STM32C552CET6 48-Pin Core Board gefunden. Es hat ungefähr das gleiche Format, wie das Blue Pill Board.
- ARM Cortex-M33F Mikrocontroller Modell STM32C552CET6
- max. 144 MHz
- 256 KiB Flash
- 128 KiB RAM
- 12 DMA Kanäle
- RTC mit Kalender
- 31 GPIO Pins auf den Stiftleisten
- +2 wenn man auf USB verzichtet (PA11, PA12)
- +2 wenn man die SWD Stifte (PA13, PA14) mit zählt
- 9·16 Bit und 2·32 Bit Timer mit 29 PWM Ausgängen
- 2·ADC 12 Bit mit 8 Eingängen
- 1·DAC 12 Bit mit 1 Ausgang
- 1·Analog comparator
- 2·I²C
- 1·I³C
- 6·UART
- 3·SPI
- 1·USB
- 1·CAN
- 8 MHz Hauptquarz
- kein 32,768 kHz Uhrenquarz, die RTC kann aber vom Hauptquarz angetrieben werden
- Drei Taster
- Boot: zieht PH2 = Boot0 auf HIGH, mit Pull-Down Widerstand
- User: zieht PA0 auf LOW, ohne Pull-Up Widerstand
- Reset
- Eine programmierbare blaue LED an PE2, leuchtet bei LOW Pegel
- Die Power LED ist rot
- Stromversorgung wahlweise über USB, 3,3 V oder 5 V
- Separate Stiftleiste für die SWD Schnittstelle zum Anschluss des Debuggers
Der Spannungsregler kann leicht überhitzen wenn man ihn mit zusätzlichen Verbrauchern belastet.
Beispielprogramm
Beispiel für einen einfachen LED-Blinker an PA5 und PH15 auf Basis des CMSIS:
#include "stm32c5xx.h"
// delay loop for the default 48 MHz
void delay(uint32_t msec) {
for (uint32_t j=0; j < msec * 9600; j++) {
__NOP();
}
}
int main() {
// Enable Port A and H
STM32_SET_BIT(RCC->AHB2ENR, RCC_AHB2ENR_GPIOAEN);
STM32_SET_BIT(RCC->AHB2ENR, RCC_AHB2ENR_GPIOHEN);
// PA5 and PH15 = Output for LEDs
STM32_MODIFY_REG(GPIOA->MODER, GPIO_MODER_MODE5, 0b01 << GPIO_MODER_MODE5_Pos);
STM32_MODIFY_REG(GPIOH->MODER, GPIO_MODER_MODE15, 0b01 << GPIO_MODER_MODE15_Pos);
while(1) {
// Set LED pin to HIGH
GPIOA->BSRR = GPIO_BSRR_BS5;
GPIOH->BSRR = GPIO_BSRR_BS15;
delay(500);
// Reset LED pin to LOW
GPIOA->BSRR = GPIO_BSRR_BR5;
GPIOH->BSRR = GPIO_BSRR_BR15;
delay(500);
}
}
Programmier- und Debug-Schnittstellen
SWJ Deaktivieren
Standardmäßig sind nach einem Reset sowohl SWD als auch JTAG aktiviert. Um die betroffenen Pins für normale Ein-/Ausgabe zu verwenden, stellt man im Register GPIOx->MODER einfach den gewünschten Modus ein (Input, Output oder Analog).
Auch wenn PB3 per Software als normaler I/O Pin konfiguriert wurde, kann er trotzdem mit dem ST-Link Adapter als SWO Ausgang umgestellt werden, sofern nicht auch die SWD Pins deaktiviert wurden.
Boot Loader
Der Bootloader unterstützt folgende Anschlüsse:| Modell | USART | USART | USART | USART | SPI | SPI | SPI | USB | CAN |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TxD,RxD | TxD,RxD | TxD,RxD | TxD,RxD | NSS,SCK, |
NSS,SCK, |
NSS,SCK, |
D-,D+ | Rx,Tx | |
| STM32C531,532,542 | PA9,10 | PA2,3 | PA0,1 | 20 und 24 Pins: PA15,PB3,PB4,PA7 ab 32 Pins: PA4-7 |
PB12-15 | PA11,PA12 | PB5,PB6 | ||
| STM32C551,552,562 | PA9,10 | PA2,3 | PD8,9 | PA0,1 | PA4-7 | PB12-15 | PB8,1,0,2 | PA11,PA12 | PB5,PB6 |
| STM32F591,593,5A3 | PA9,10 | PA2,3 | PD8,9 | PA0,1 | PA4-7 | PB12-15 | PB8,1,0,2 | PA11,PA12 | PB5,PB6 |
Der externe HSE Oszillator wird nur verwendet, wenn FDCAN in ENGI und Option Bytes eingeschaltet ist. In diesem Fall ein Quarz mit 12, 24 oder 48 MHz angeschlossen sein. Wenn der Oszillator nicht funktioniert, fällte der Bootloader automatisch auf den internen Oszillator zurück.
Koprozessoren
FPU
Die Fließkomma-Einheit (FPU) beschleunigt die vier Grundrechenarten und Quadratwurzeln mit dem Datentyp float etwa um das 12-Fache. Das ist ähnlich schnell wie 32 Bit integer. Der C/C++ Compiler und die zugehörige C Bibliothek nutzen die FPU automatisch für float. Double Berechnungen sind hingegen drastisch langsamer, weil die FPU diesen Datentyp nicht unterstützt.
Beachte dass Fließkomma-Literale in C/C++ standardmäßig double sind. Um den Datentyp float zu erzwingen schreibt man sie mit dem Suffix "f", zum Beispiel 3.1416f. Beachte auch, dass die normalen Funktionen der <math.h> Bibliothek auf double basieren. Für float musst du die "f" Versionen verwenden, z.B. roundf() anstatt round().
Funktionen mit float und alle Interrupt-Handler sichern die Register der FPU auf den Stack. Die FPU muss schon vor deren Aufruf eingeschaltet sein, sonst bricht das Programm dabei mit einer HardFault Exception ab. Am Besten schaltet man sie daher in SystemInit() ein. Diese Funktion wird vor main() und vor der Initialisierung globaler Objekte ausgeführt:
void SystemInit() {
// Switch the FPU on
SCB->CPACR = 0x00F00000;
}
Die relevanten Compiler-Optionen zur Nutzung der FPU werden von der Cube IDE wie folgt vorgegeben:
- -mfpu=fpv5-sp-d16 -mfloat-abi=hard
Theoretisch könnte man den Compiler mit float-abi=soft auf die weniger effiziente Berechnung in Software umstellen, aber damit funktioniert die vorkompilierte C-Bibliothek nicht.
Optional kannst du die folgenden Linker-Optionen aktivieren, damit printf() und scanf() float Parameter unterstützen:
- -u _printf_float -u _scanf_float
Beim Aufruf von Interrupt-Handlern reserviert die FPU Platz auf dem Stack, um dort später ihre Register bei Bedarf zu sichern. Dieses Verhalten kann in den Bits ASPEN und LSPEN im Register FPU->FPCCR verändert werden (siehe Programming Manual).
CORDIC
Der "Coordinate Rotation Digital Computer" (CORDIC) berechnet
- trigonometrische Winkelfunktionen (sin, cos, tan)
- hyperbolische Winkelfunktionen (sinh, cosh, tanh)
- natürliche Logarithmen (ln)
- Exponenten (exp)
- Quadratwurzeln (sqrt)
Der CORDIC verwendet Festpunkt-Zahlen in den einfachen Q-Formaten:
- q1.15: 16-Bit, davon sind 15 fractional Bits
- q1.31: 32-Bit, davon sind 31 fractional Bits (aber die Präzision ist auf 20-Bit beschränkt)
CRC
Zur schnellen Berechnung von CRC Prüfsummen enthält der Mikrocontroller eine eigene Peripherie, die 60 mal schneller ist, als die CPU. Sie wird in der Application Note AN4187 vorgestellt. Das Reference Manual beschreibt die Programmierung über Register im Kapitel "Cyclic redundancy check calculation unit". Die CRC Einheit kann mit DMA gefüttert werden.
AES
Zur Verschlüsselung von Datenströmen haben die STM32C542, STM32C562 und STM32C5A3 einen AES Beschleuniger. Er wird in dieser Präsentation vom STM32G4 vorgestellt, ich glaube das passt auch zum STM32C5. Die direkte Programmierung über Register ist im Reference Manual Kapitel "AES hardware accelerator" beschrieben. Der AES Beschleuniger kann seinen Datenstrom mit DMA einlesen und ausgeben.
Unterbrechungen
Interrupt-Vektoren
⚠️ Die STM32 Cube IDE (2.2.0) erzeugt eine fehlerhafte Datei "startup_stm32c5xxxx.s" Die USB Funktion hat einen falschen Namen und einige Einträge fehlen (Stand 08.07.2026).
Hinter den ARM Processor Exceptions enthält die Interrupt Vektor Tabelle der STM32C5 folgende Einträge:
| Address | CMSIS Interrupt Nr. | C Function | Description | EXTI Channel |
|---|---|---|---|---|
| 0x0040 | 0 | WWDG_IRQHandler() | Window Watchdog | |
| 0x0044 | 1 | PWR_PVD_IRQHandler() | Power voltage monitor | 16 |
| 0x0048 | 2 | RTC_IRQHandler() | RTC through EXTI line | 17 |
| 0x004C | 3 | TAMP_IRQHandler() | Tamper through EXTI line | 18 |
| 0x0050 | 4 | RAMCFG_IRQHandler() | RAM configuration | |
| 0x0054 | 5 | FLASH_IRQHandler() | Flash | |
| 0x0058 | 6 | RCC_IRQHandler() | RCC | |
| 0x005C | 7 | EXTI0_IRQHandler() | EXTI Line 0 | 0 |
| 0x0060 | 8 | EXTI1_IRQHandler() | EXTI Line 1 | 1 |
| 0x0064 | 9 | EXTI2_IRQHandler() | EXTI Line 2 | 2 |
| 0x0068 | 10 | EXTI3_IRQHandler() | EXTI Line 3 | 3 |
| 0x006C | 11 | EXTI4_IRQHandler() | EXTI Line 4 | 4 |
| 0x0070 | 12 | EXTI5_IRQHandler() | EXTI Line 5 | 5 |
| 0x0074 | 13 | EXTI6_IRQHandler() | EXTI Line 6 | 6 |
| 0x0078 | 14 | EXTI7_IRQHandler() | EXTI Line 7 | 7 |
| 0x007C | 15 | EXTI8_IRQHandler() | EXTI Line 8 | 8 |
| 0x0080 | 16 | EXTI9_IRQHandler() | EXTI Line 9 | 9 |
| 0x0084 | 17 | EXTI10_IRQHandler() | EXTI Line 10 | 10 |
| 0x0088 | 18 | EXTI11_IRQHandler() | EXTI Line 11 | 11 |
| 0x008C | 19 | EXTI12_IRQHandler() | EXTI Line 12 | 12 |
| 0x0090 | 20 | EXTI13_IRQHandler() | EXTI Line 13 | 13 |
| 0x0094 | 21 | EXTI14_IRQHandler() | EXTI Line 14 | 14 |
| 0x0098 | 22 | EXTI15_IRQHandler() | EXTI Line 15 | 15 |
| 0x009C | 23 | LPDMA1_CH0_IRQHandler() | LPDMA1 channel 0 | |
| 0x00A0 | 24 | LPDMA1_CH1_IRQHandler() | LPDMA1 channel 1 | |
| 0x00A4 | 25 | LPDMA1_CH2_IRQHandler() | LPDMA1 channel 2 | |
| 0x00A8 | 26 | LPDMA1_CH3_IRQHandler() | LPDMA1 channel 3 | |
| 0x00AC | 27 | LPDMA1_CH4_IRQHandler() | LPDMA1 channel 4 | |
| 0x00B0 | 28 | LPDMA1_CH5_IRQHandler() | LPDMA1 channel 5 | |
| 0x00B4 | 29 | LPDMA1_CH6_IRQHandler() | LPDMA1 channel 6 | |
| 0x00B8 | 30 | LPDMA1_CH7_IRQHandler() | LPDMA1 channel 7 | |
| 0x00BC | 31 | IWDG_IRQHandler() | Independent watchdog through EXTI line | 35 |
| 0x00C0 | 32 | ADC1_IRQHandler() | ADC1 | |
| 0x00C4 | 33 | ADC2_IRQHandler() | ADC2 | |
| 0x00C8 | 34 | FDCAN1_IT0_IRQHandler() | FDCAN1 Interrupt 0 | |
| 0x00CC | 35 | FDCAN1_IT1_IRQHandler() | FDCAN1 Interrupt 1 | |
| 0x00D0 | 36 | TIM1_BRK_TERR_IERR_IRQHandler() | TIM1 break, TIM1 transition error, TIM1 index error | |
| 0x00D4 | 37 | TIM1_UPD_IRQHandler() | TIM1 update | |
| 0x00D8 | 38 | TIM1_TRGI_COM_DIR_IDX_IRQHandler() | TIM1 trigger and commutation, TIM1 direction change, TIM1 index error | |
| 0x00DC | 39 | TIM1_CC_IRQHandler() | TIM1 capture compare | |
| 0x00E0 | 40 | TIM2_IRQHandler() | TIM2 | |
| 0x00E4 | 41 | TIM5_IRQHandler() | TIM5 | |
| 0x00E8 | 42 | TIM6_IRQHandler() | TIM6 | |
| 0x00EC | 43 | TIM7_IRQHandler() | TIM7 | |
| 0x00F0 | 44 | I2C1_EV_IRQHandler() | I2C1 event | 20 |
| 0x00F4 | 45 | I2C1_ERR_IRQHandler() | I2C1 error | |
| 0x00F8 | 46 | I3C1_EV_IRQHandler() | I3C1 event | 21 |
| 0x00FC | 47 | I3C1_ERR_IRQHandler() | I3C1 error | |
| 0x0100 | 48 | SPI1_IRQHandler() | SPI1 | 22 |
| 0x0104 | 49 | SPI2_IRQHandler() | SPI2 | 23 |
| 0x0108 | 50 | SPI3_IRQHandler() | SPI3 | 24 |
| 0x010C | 51 | USART1_IRQHandler() | USART1 | 25 |
| 0x0110 | 52 | USART2_IRQHandler() | USART2 | 26 |
| 0x0114 | 53 | USART3_IRQHandler() | USART3 | 27 |
| 0x0118 | 54 | UART4_IRQHandler() | UART4 | 28 |
| 0x011C | 55 | UART5_IRQHandler() | UART5 | 29 |
| 0x0120 | 56 | LPUART1_IRQHandler() | LPUART1 | 30 |
| 0x0124 | 57 | LPTIM1_IRQHandler() | LPTIM1 through EXTI line | 31 |
| 0x0128 | 58 | TIM12_IRQHandler() | TIM12 | |
| 0x012C | 59 | TIM15_IRQHandler() | TIM15 | |
| 0x0130 | 60 | TIM16_IRQHandler() | TIM16 | |
| 0x0134 | 61 | TIM17_IRQHandler() | TIM17 | |
| 0x0138 | 62 | USB_DRD_FS_IRQHandler() | USB FS | 32 |
| 0x013C | 63 | CRS_IRQHandler() | Clock recovery system | |
| 0x0140 | 64 | RNG_IRQHandler() | RNG | |
| 0x0144 | 65 | FPU_IRQHandler() | Floating point | |
| 0x0148 | 66 | ICACHE_IRQHandler() | Instruction cache | |
| 0x014C | 67 | CORDIC_IRQHandler() | CORDIC | |
| 0x0150 | 68 | AES_IRQHandler() | AES | |
| 0x0154 | 69 | HASH_IRQHandler() | HASH | |
| 0x0158 | 70 | I2C2_EV_IRQHandler() | I2C2 event | 33 |
| 0x015C | 71 | I2C2_ERR_IRQHandler() | I2C2 error | |
| 0x0160 | 72 | TIM8_BRK_TERR_IERR_IRQHandler() | TIM8 break, TIM8 transition error, TIM8 index error | |
| 0x0164 | 73 | TIM8_UPD_IRQHandler() | TIM8 update | |
| 0x0168 | 74 | TIM8_TRGI_COM_DIR_IDX_IRQHandler() | TIM8 trigger and commutation, TIM8 direction change, TIM8 index | |
| 0x016C | 75 | TIM8_CC_IRQHandler() | TIM8 capture compare | |
| 0x0170 | 76 | COMP1_IRQHandler() | COMP1, COMP1 through EXTI line | 34 |
| 0x0174 | 77 | DAC1_IRQHandler() | DAC1 | |
| 0x0178 | 78 | LPDMA2_CH0_IRQHandler() | LPDMA2 channel 0 | |
| 0x017C | 79 | LPDMA2_CH1_IRQHandler() | LPDMA2 channel 1 | |
| 0x0180 | 80 | LPDMA2_CH2_IRQHandler() | LPDMA2 channel 2 | |
| 0x0184 | 81 | LPDMA2_CH3_IRQHandler() | LPDMA2 channel 3 | |
| 0x0188 | 82 | LPDMA2_CH4_IRQHandler() | LPDMA2 channel 4 | |
| 0x018C | 83 | LPDMA2_CH5_IRQHandler() | LPDMA2 channel 5 | |
| 0x0190 | 84 | LPDMA2_CH6_IRQHandler() | LPDMA2 channel 6 | |
| 0x0194 | 85 | LPDMA2_CH7_IRQHandler() | LPDMA2 channel 7 | |
| 0x0198 | 86 | FDCAN2_IT0_IRQHandler() | FDCAN2 Interrupt 0 | |
| 0x019C | 87 | FDCAN2_IT1_IRQHandler() | FDCAN2 Interrupt 1 | |
| 0x01A0 | 88 | COMP2_IRQHandler() | COMP2 through EXTI line | 36 |
| 0x01A4 | 89 | TIM3_IRQHandler() | TIM3 | |
| 0x01A8 | 90 | TIM4_IRQHandler() | TIM4 | |
| 0x01AC | 91 | XSPI1_IRQHandler() | XSPI1 | |
| 0x01B0 | 92 | SAES_IRQHandler() | SAES | |
| 0x01B4 | 93 | PKA_IRQHandler() | PKA | |
| 0x01B8 | 94 | ETH1_IRQHandler() | Ethernet | |
| 0x01BC | 95 | ETH1_WKUP_IRQHandler() | Ethernet wakeup through EXTI line | 39 |
| 0x01C0 | 96 | USART6_IRQHandler() | USART6 | 37 |
| 0x01C4 | 97 | UART7_IRQHandler() | UART7 | 38 |
| 0x01C8 | 98 | ADC3_IRQHandler() | ADC3 |
Extended Interrupts
Die externen Interrupt-Signale und auch einige interne durchlaufen einen erweiterten Schaltkreis, der zusätzliche Konfiguration erfordert. Sie sind im Referenzhandbuch Tabelle "EXTI line connections" dokumentiert.
Die Kanäle EXTI0 bis EXT15 sind für I/O-Pins reserviert. Jeden Kanal kann man in den Registern AFIO->EXTICR[0-3] genau einem Port zuweisen. Wenn man zum Beispiel Kanal 0 dem Port A zuweist (also PA0), kann man auf den anderen Ports das Bit 0 nicht mehr für Interrupts verwenden. Diese Einschränkung gilt für alle 16 Kanäle.
Interrupt Flanken
Viele erweiterte Unterbrechungen werden durch Flanken (Signalwechsel) ausgelöst. Man erkennt sie an den Bits im Register EXTI->RTSR oder EXTI->FTSR.
- Steigende Flanke: Wenn man im Register EXTI->RTSR1/2 ein Bit setzt, dann startet die Interruptroutine beim Signalwechsel von Low nach High.
- Fallende Flanke: Wenn man im Register EXTI->FTSR1/2 ein Bit setzt, dann startet die Interruptroutine beim Signalwechsel von High nach Low.
Durch die Verwendung von Flanken ist automatisch sicher gestellt, dass der Handler nicht immer wieder erneut ausgeführt wird, falls ein Interrupt Signal für längere Zeit ansteht.
Flanken gesteuerte Interrupts gehen nicht verloren, wenn das Signal schon wieder verschwindet bevor der Handler aufgerufen wurde. Der Interrupt-Controller merkt sich, dass da mal eine Anforderung vorlag, die noch nicht abgearbeitet wurde.
In diesem Zusammenhang sind die Register EXTI->RPR1/2 und EXTI->FPR1/2 wichtig. Dort merkt sich der Interrupt-Controller den Zustand. Während der Initialisierung muss man das Bit zurück setzen, um sicher zu stellen, dass die erste Flanke zuverlässig erkannt wird. Man schreibt eine 1 in das jeweilige Bit, damit es auf 0 zurück gesetzt wird. Innerhalb der ISR muss man das Flag ebenfalls zurück setzen, am Besten ganz am Anfang. Am Ende der ISR wäre zu spät, da dieses Signal etwas verzögert verarbeitet wird.
Interrupt Masken
Im Register EXTI->IMR1/2 werden Unterbrechungen (und das Aufwachen) maskiert. Man muss hier eine 1 in das jeweilige Bit schreiben, damit eine Interrupt-Leitung wirksam wird. Standardmäßig sind die meisten Interrupts maskiert, sind also ohne Wirkung.
Das folgende Beispiel löst einen Interrupt aus, wenn das Signal an PC13 von Low nach High wechselt.
#include "stm32c5xx.h"
// Delay loop for the default 48 MHz
void delay(uint32_t msec) {
for (uint32_t j=0; j < msec * 9600; j++) {
__NOP();
}
}
void EXTI13_IRQHandler() {
// Clear pending interrupt flag
// It is important that this is not the last command in the ISR
STM32_SET_BIT(EXTI->RPR1, EXTI_RPR1_RPIF13);
// Flash the LED on PH15
GPIOH->BSRR = GPIO_BSRR_BS15;
delay(100);
GPIOH->BSRR = GPIO_BSRR_BR15;
}
int main() {
// Enable Port C and H
STM32_SET_BIT(RCC->AHB2ENR, RCC_AHB2ENR_GPIOCEN);
STM32_SET_BIT(RCC->AHB2ENR, RCC_AHB2ENR_GPIOHEN);
// PH15 = Output for LEDs
STM32_MODIFY_REG(GPIOH->MODER, GPIO_MODER_MODE15, 0b01 << GPIO_MODER_MODE15_Pos);
// PC13 = Input with pull-down
STM32_MODIFY_REG(GPIOC->MODER, GPIO_MODER_MODE13, 0b00 << GPIO_MODER_MODE13_Pos);
STM32_MODIFY_REG(GPIOC->PUPDR, GPIO_PUPDR_PUPD13, 0b10 << GPIO_PUPDR_PUPD13_Pos);
// Assign EXTI13 to PC13 with rising edge
STM32_MODIFY_REG(EXTI->EXTICR[3], EXTI_EXTICR4_EXTI13, 0x02 << EXTI_EXTICR4_EXTI13_Pos);
STM32_SET_BIT(EXTI->IMR1, EXTI_IMR1_IM13);
STM32_SET_BIT(EXTI->RTSR1, EXTI_RTSR1_RT13);
// Enable the interrupt handler call
NVIC_EnableIRQ(EXTI13_IRQn);
// Clear pending interrupt flag
STM32_SET_BIT(EXTI->RPR1, EXTI_RPR1_RPIF13);
// Endless loop
while (1) {}
}
Event Masken
Ereignisse verwendet man üblicherweise, um die CPU aus aus einem Wait oder Sleep Zustand aufzuwecken. So hält zum Beispiel der Befehl __WFE() (aus dem Powermanagement) die CPU bis zum nächsten Ereignis an.
Standardmäßig sind alle Ereignisse maskiert. Man muss im Register EXTI->EMR1/2 das entsprechende Bit auf 1 setzen, um ein EXTI Signal als Ereignis zu behandeln.
Taktgeber
Nach einem Reset wird der Mikrocontroller automatisch mit seinem internen Oszillator getaktet. Dieser hat 144 MHz und wird durch 3 geteilt, also 48 MHz. Damit kann man schon eine Menge sinnvoller Programme schreiben.
Die Taktsignale für den ARM Kern, sowie RAM und Flash sind automatisch aktiviert. Alle anderen Komponenten muss man ggf. selbst einschalten, was durch Setzen von Bits in den ENR Registern erledigt wird:
- RCC->AHB1ENR, RCC->AHB1LPENR
- RCC->AHB2ENR, RCC->AHB2LPENR
- RCC->AHB4ENR, RCC->AHB4LPENR
- RCC->APB1LENR, RCC->APB1HENR,RCC->APB1LLPENR, RCC->APB1HLPENR
- RCC->APB2ENR, RCC->APB2LPENR
- RCC->APB3ENR, RCC->APB3LPENR
Jetzt kommt der komplizierte Teil. Der System-Takt (SYSCLK) kann aus folgenden Quellen bezogen werden:
- HSE Quarz-Oszillator (HSEBYP=0) oder externe Quelle (HSEBYP=1) mit 4-50 MHz
- HSI Interner 144 MHz Oszillator, auf 1% kalibriert (bei 3,3 V und -20 bis 130 °C), kalibriert sich mit CRS am USB Signal oder Uhrenquarz (LSE)
- PSI Interner 100/144/160 MHz Oszillator, benötigt HSI oder HSE als Quelle
Für Watchog und Echtzeit-Uhr (RTC) gibt es weitere Taktgeber:
- LSE Ist ein guter 32 kHz Quarz-Oszillator für die Echtzeituhr
- LSI Ist ein interner Oszillator mit ungefähr 32 kHz für den Watchdog
Mehrere Vorteiler können kombiniert werden, um unterschiedliche Taktfrequenzen zu erreichen. Am besten schaut man sich das in STM32 Cube MX2 an. Dort kann man schön sehen, welche Parameter konfigurierbar sind und wie sie zusammen wirken.
Das folgende Bildschirmfoto zeigt die Standardvorgabe vom STM32C5A3ZG nach einem Reset:
Achtung:
- Abhängig von der Taktfrequenz müssen Wait-States im FLASH->ACR Register eingestellt werden. Siehe dazu das Kapitel "Adjusting read-timing constraints" im Reference Manual.
- Die Taktfreuenz des PSI kann nur geändert werden, während er deaktiviert ist.
Beispiel für 144 MHz aus dem internen HSI Oszillator:
#include "stm32c5xx.h"
// The current clock frequency
uint32_t SystemCoreClock=48000000;
// Change system clock to 144 MHz using internal 144 MHz oscillator
void init_clock() {
// Flash latency 4 wait states, and highest programming delay
STM32_MODIFY_REG(FLASH->ACR, FLASH_ACR_LATENCY, 4 << FLASH_ACR_LATENCY_Pos);
STM32_MODIFY_REG(FLASH->ACR, FLASH_ACR_WRHIGHFREQ, 0b10 << FLASH_ACR_WRHIGHFREQ_Pos);
// Enable HSI Oscillator
STM32_SET_BIT(RCC->CR1, RCC_CR1_HSISON);
// Wait until HSI oscillator is ready
while (!STM32_READ_BIT(RCC->CR1, RCC_CR1_HSISRDY)) {}
// Switch to HSI oscillator
STM32_MODIFY_REG(RCC->CFGR1, RCC_CFGR1_SW, 0b01 << RCC_CFGR1_SW_Pos);
// Wait until the switch is done
while ((RCC->CFGR1 & RCC_CFGR1_SWS_Msk) != 0b01 << RCC_CFGR1_SWS_Pos) {}
// Update system timer
SystemCoreClock=144000000;
//SysTick_Config(SystemCoreClock/8/1000); // comment out if you have no SysTick_Handler()
}
// Delay loop for 144 MHz
void delay(uint32_t msec) {
for (uint32_t j=0; j < msec * 28800; j++) {
__NOP();
}
}
int main() {
init_clock();
// Enable Port H
STM32_SET_BIT(RCC->AHB2ENR, RCC_AHB2ENR_GPIOHEN);
// PH15 = Output for LEDs
STM32_MODIFY_REG(GPIOH->MODER, GPIO_MODER_MODE15, 0b01 << GPIO_MODER_MODE15_Pos);
// Endless loop
while (1) {
GPIOH->BSRR = GPIO_BSRR_BS15;
delay(100);
GPIOH->BSRR = GPIO_BSRR_BR15;
delay(900);
}
}
Beispiel für 144 MHz mit 8 MHz Quarz:
#include "stm32c5xx.h"
// The current clock frequency
uint32_t SystemCoreClock=48000000;
// Change system clock to 144 MHz using HSE oscillator with 8 MHz crystal
void init_clock() {
// Enable HSE Oscillator
STM32_SET_BIT(RCC->CR1, RCC_CR1_HSEON);
// Wait until HSE oscillator is ready
while (!STM32_READ_BIT(RCC->CR1, RCC_CR1_HSERDY)) {}
// Switch to HSE oscillator
STM32_MODIFY_REG(RCC->CFGR1, RCC_CFGR1_SW, 0b10 << RCC_CFGR1_SW_Pos);
// Wait until the switch is done
while ((RCC->CFGR1 & RCC_CFGR1_SWS_Msk) != 0b10 << RCC_CFGR1_SWS_Pos) {}
// Disable PSI oscillator
STM32_CLEAR_BIT(RCC->CR1, RCC_CR1_PSISON);
STM32_CLEAR_BIT(RCC->CR1, RCC_CR1_PSIDIV3ON);
STM32_CLEAR_BIT(RCC->CR1, RCC_CR1_PSIKON);
// Wait until PSI oscillator is fully stopped
while (STM32_READ_BIT(RCC->CR1, RCC_CR1_PSISRDY)) {}
// Flash latency 4 wait states, and highest programming delay
STM32_MODIFY_REG(FLASH->ACR, FLASH_ACR_LATENCY, 4 << FLASH_ACR_LATENCY_Pos);
STM32_MODIFY_REG(FLASH->ACR, FLASH_ACR_WRHIGHFREQ, 0b10 << FLASH_ACR_WRHIGHFREQ_Pos);
// Configure PSI oscillator to produce 144 MHz using 8 MHz HSE as reference
STM32_MODIFY_REG(RCC->CR2, RCC_CR2_PSIREFSRC, 0b00 << RCC_CR2_PSIREFSRC_Pos); // use HSE as reference
STM32_MODIFY_REG(RCC->CR2, RCC_CR2_PSIREF, 0b001 << RCC_CR2_PSIREF_Pos); // reference has 8 MHz
STM32_MODIFY_REG(RCC->CR2, RCC_CR2_PSIFREQ, 0b01 << RCC_CR2_PSIFREQ_Pos); // produce 144 MHz
STM32_MODIFY_REG(RCC->CR2, RCC_CR2_PSIKDIV, 0b0000 << RCC_CR2_PSIKDIV_Pos); // divide by 1
// Enable PSI oscillator
STM32_SET_BIT(RCC->CR1, RCC_CR1_PSISON);
// Wait until PSI oscillator is ready
while (!STM32_READ_BIT(RCC->CR1, RCC_CR1_PSISRDY)) {}
// Switch to PSI oscillator
STM32_MODIFY_REG(RCC->CFGR1, RCC_CFGR1_SW, 0b11 << RCC_CFGR1_SW_Pos);
// Wait until the switch is done
while ((RCC->CFGR1 & RCC_CFGR1_SWS_Msk) != 0b11 << RCC_CFGR1_SWS_Pos) {}
// Update system timer
SystemCoreClock=144000000;
//SysTick_Config(SystemCoreClock/8/1000); // comment out if you have no SysTick_Handler()
}
// Delay loop for 144 MHz
void delay(uint32_t msec) {
for (uint32_t j=0; j < msec * 28800; j++) {
__NOP();
}
}
int main() {
// Enable Port H
STM32_SET_BIT(RCC->AHB2ENR, RCC_AHB2ENR_GPIOHEN);
// PH15 = Output for LEDs
STM32_MODIFY_REG(GPIOH->MODER, GPIO_MODER_MODE15, 0b01 << GPIO_MODER_MODE15_Pos);
// Endless loop
while (1) {
GPIOH->BSRR = GPIO_BSRR_BS15;
delay(100);
GPIOH->BSRR = GPIO_BSRR_BR15;
delay(900);
}
}
Digitale Pins
Generell können alle I/O Pins erst benutzt werden, nachdem man den Port im Register RCC->AHB2ENR eingeschaltet hat.
Standardmäßig sind fast alle I/O Pins für analoge Eingabe konfiguriert. Im Register GPIOx->MODER konfiguriert man einen Pin als Eingang, Ausgang oder für alternative Funktionen. Für letztere muss man außerdem in GPIOx->AFR[0] oder GPIOx->AFR[1] einstellen, welche alternative Funktion das sein soll (z.B. serieller Port oder PWM Timer). Die alternativen Funktionen sind im Datenblatt unter dem Stichwort "alternate functions port" tabellarisch beschrieben.
Um Eingänge abzufragen liest man das jeweilige GPIOx->IDR Register.
Direkte Schreibzugriffe sind über das Register GPIOx->ODR möglich. Um einzelne Pins atomar auf High oder Low zu schalten, verwendet man jedoch das GPIOx->BSRR Register.
Im Register GPIOx->OTYPER kann man I/O Pins auf den Open-Drain Modus umkonfigurieren und im Register GPIOx->PUPDR kann man optional interne Pull-Up oder Pull-Down Widerstände einschalten.
Im Register GPIOx->OSPEEDR kann man die Geschwindigkeit der Ausgänge in vier Stufen einstellen (Siehe "Output AC characteristics" im Datenblatt). Damit beeinflusst man, wie schnell die Spannung von Low nach High und zurück wechselt. Der maximale Laststrom wird dadurch nicht verändert. Im Sinne von elektromagnetischer Verträglichkeit soll man hier immer den niedrigsten Wert einstellen, der zur Anwendung passt.
Schaue Dir die Beschreibung der GPIO Register im Referenzhandbuch an!
Analoge Eingänge
Im Register GPIOx->MODER stellt man ein, welche Pins als analoger Eingang verwendet werden sollen. Die meisten Pins sind nach einem Reset bereits so eingestellt. Beispiel:
// Configure PA3 as analog input for ADC1_IN3 STM32_MODIFY_REG(GPIOA->MODER, GPIO_MODER_MODE3, 0b11 << GPIO_MODER_MODE3_Pos);
Der STM32C5 hat ein neues Register ADC1->PCSEL, wo man für jeden verwendeten externen Eingang ein Bit setzen muss. Die internen Kanäle (12 und 13) brauchen das nicht, allerdings haben diese weitere Bits im Register ADC12_COMMON->CCR.
Das folgende Programm initialisiert den ADC (samt optionaler Kalibrierung für genauere Ergebnisse) und liest den Eingang PA4 wiederholt in die Variable a ein. Ich habe einige Zeilen auskommentiert, weil das Programm nur diesen einen Kanal liest:
#include "stm32c5xx.h"
// Delay loop for 48 MHz
void delay(uint32_t msec) {
for (uint32_t j=0; j < msec * 9600; j++) {
__NOP();
}
}
// Initialize ADC1 for single conversion mode
void init_analog() {
// ADC and DAC Clock use HCLK/4 (12 MHz)
STM32_MODIFY_REG(RCC->CCIPR2, RCC_CCIPR2_ADCDACSEL, 0b00 << RCC_CCIPR2_ADCDACSEL_Pos);
STM32_MODIFY_REG(RCC->CCIPR2, RCC_CCIPR2_ADCDACPRE, 0b010 << RCC_CCIPR2_ADCDACPRE_Pos);
// Enable ADC 1 and 2
STM32_SET_BIT(RCC->AHB2ENR, RCC_AHB2ENR_ADC12EN);
// Exit ADC deep power down mode
STM32_CLEAR_BIT(ADC1->CR, ADC_CR_DEEPPWD);
// Enable ADC voltage regulator
STM32_SET_BIT(ADC1->CR, ADC_CR_ADVREGEN);
// Delay 1-2 ms
delay(2);
// Stop the ADC
STM32_CLEAR_BIT(ADC1->CR, ADC_CR_ADEN);
// (Re-)start calibration for single ended mode
STM32_CLEAR_BIT(ADC1->CR, ADC_CR_ADCAL);
STM32_SET_BIT(ADC1->CR, ADC_CR_ADCAL);
// Wait until the calibration is finished
while (STM32_READ_BIT(ADC1->CR, ADC_CR_ADCAL));
// Clear the ready flag
STM32_SET_BIT(ADC1->ISR, ADC_ISR_ADRDY);
// Enable the ADC and wait until it is ready
STM32_SET_BIT(ADC1->CR, ADC_CR_ADEN);
while (!STM32_READ_BIT(ADC1->ISR, ADC_ISR_ADRDY));
// Select software start trigger
STM32_MODIFY_REG(ADC1->CFGR1, ADC_CFGR1_EXTEN, 0b00 << ADC_CFGR1_EXTEN_Pos);
// Select single conversion mode
STM32_CLEAR_BIT(ADC1->CFGR1, ADC_CFGR1_CONT);
// Set sample time to 48 clock cycles for the used channels
// STM32_MODIFY_REG(ADC1->SMPR1, ADC_SMPR1_SMP0, 0b101 << ADC_SMPR1_SMP0_Pos);
// STM32_MODIFY_REG(ADC1->SMPR1, ADC_SMPR1_SMP1, 0b101 << ADC_SMPR1_SMP1_Pos);
// STM32_MODIFY_REG(ADC1->SMPR1, ADC_SMPR1_SMP2, 0b101 << ADC_SMPR1_SMP2_Pos);
// STM32_MODIFY_REG(ADC1->SMPR1, ADC_SMPR1_SMP3, 0b101 << ADC_SMPR1_SMP3_Pos);
STM32_MODIFY_REG(ADC1->SMPR1, ADC_SMPR1_SMP4, 0b101 << ADC_SMPR1_SMP4_Pos);
// STM32_MODIFY_REG(ADC1->SMPR1, ADC_SMPR1_SMP5, 0b101 << ADC_SMPR1_SMP5_Pos);
// STM32_MODIFY_REG(ADC1->SMPR1, ADC_SMPR1_SMP6, 0b101 << ADC_SMPR1_SMP6_Pos);
// STM32_MODIFY_REG(ADC1->SMPR1, ADC_SMPR1_SMP7, 0b101 << ADC_SMPR1_SMP7_Pos);
// STM32_MODIFY_REG(ADC1->SMPR1, ADC_SMPR1_SMP8, 0b101 << ADC_SMPR1_SMP8_Pos);
// STM32_MODIFY_REG(ADC1->SMPR1, ADC_SMPR1_SMP9, 0b101 << ADC_SMPR1_SMP9_Pos);
// STM32_MODIFY_REG(ADC1->SMPR2, ADC_SMPR2_SMP10, 0b101 << ADC_SMPR2_SMP10_Pos);
// STM32_MODIFY_REG(ADC1->SMPR2, ADC_SMPR2_SMP11, 0b101 << ADC_SMPR2_SMP11_Pos);
// STM32_MODIFY_REG(ADC1->SMPR2, ADC_SMPR2_SMP12, 0b101 << ADC_SMPR2_SMP12_Pos);
// STM32_MODIFY_REG(ADC1->SMPR2, ADC_SMPR2_SMP13, 0b101 << ADC_SMPR2_SMP13_Pos);
// Pre-Select all 14 input channels
// STM32_MODIFY_REG(ADC1->PCSEL, ADC_PCSEL_PCSEL, 0b0011111111111111);
// Pre-select only channel 4
STM32_SET_BIT(ADC1->PCSEL, 1 << 4);
// enable internal temperature sensor (channel 12)
// STM32_SET_BIT(ADC12_COMMON->CCR, ADCC_CCR_TSEN);
// enable internal reference (channel 13)
// STM32_SET_BIT(ADC12_COMMON->CCR, ADCC_CCR_VREFEN);
}
// Read from an analog input of ADC1
uint32_t read_analog(uint32_t channel) {
// Number of channels to convert: 1
STM32_MODIFY_REG(ADC1->SQR1, ADC_SQR1_LEN, 0 << ADC_SQR1_LEN_Pos); // ADC does one conversion more than configured here
// Select the channel
STM32_MODIFY_REG(ADC1->SQR1, ADC_SQR1_SQ1, channel << ADC_SQR1_SQ1_Pos);
// Clear the finish flag
STM32_CLEAR_BIT(ADC1->ISR, ADC_ISR_EOC);
// Start a conversion
STM32_SET_BIT(ADC1->CR, ADC_CR_ADSTART);
// Wait until the conversion is finished
while (!STM32_READ_BIT(ADC1->ISR, ADC_ISR_EOC));
while (STM32_READ_BIT(ADC1->CR, ADC_CR_ADSTART));
// Return the lower 12 bits of the result
return ADC1->DR & 0b111111111111;
}
int main() {
init_analog();
// Enable port A
STM32_SET_BIT(RCC->AHB2ENR, RCC_AHB2ENR_GPIOAEN);
// Configure PA4 as analog input for ADC1_IN4 (not necessary because that is the default)
// STM32_MODIFY_REG(GPIOA->MODER, GPIO_MODER_MODE4, 0b11 << GPIO_MODER_MODE4_Pos);
volatile uint32_t a;
while (1) {
a=read_analog(4);
}
}
Der ADC kann so konfiguriert werden, dass er mehrere Eingänge kontinuierlich liest. Mittels DMA können die Messergebnisse automatisch ins RAM übertragen werden. Dafür habe ich hier kein Beispiel parat.
PWM Ausgänge
Mit PWM kann man z.B. die Helligkeit von Lampen oder die Drehzahl von Motoren steuern.- Die Timer 1 und 8 können jeweils auf 7 Ausgängen 16-Bit PWM erzeugen, 4 davon unterstützen komplementäre Signale z.B. für H-Brücken.
- Die Timer 2,3,4,und 5 können jeweils auf 4 Ausgängen 32-Bit PWM erzeugen.
- Die Timer 6 und 7 können haben keine Ausgänge, sie zählen mit 16 Bit.
- Der Timer 12 kann auf 2 Ausgängen 16-Bit PWM erzeugen.
- Die Timer 15, 16 und 17 können jeweils auf 2 Ausgaängen 16-Bit PWM erzeugen. Einer davon unterstützt komplementäre Signale z.B. für H-Brücken.
Die Taktfrequenz der Timer wird normalerweise vom Systemtakt abgeleitet. Die Relevanten Register sind:
- RCC->CFGR2 AHB, APB1, APB2 und APB3 Prescaler (HPRE, PRE1, PRE2 ,PRE3)
- TIMx->PSC Timer Prescaler
- RCC->CCIPR2 Low Power Timer kernel clock source selection (LPTIMSEL)
- LPTIM->CFGR Low Power Timer Prescaler (PRESC) and clock selector (CKSEL)
Im PWM Modus zählen Timer fortlaufend von 0 an hoch bis zum Maximum, welches durch das TIMx->ARR Register festgelegt wird. Wenn der Maximalwert als 50000 festgelegt wird, können die Ausgangsimpulse wahlweise 1 bis 50000 Takte breit sein.
Für jeden Ausgang gibt es ein Vergleichs-Register TIMx->CCRy welches bestimmt, wie breit die Ausgangsimpulse sein sollen. Beim Extremwert 0 ist der Ausgang ständig Low. Bei Werten größer dem Maximum (in TIMx->ARR) ist der Ausgang ständig High. Mit der option "inverse polarity" im Register TIMx->CCER können die Ausgänge umgepolt werden, so dass sie Low-Impulse liefern.
Das folgende Beispielprogramm benutzt einen Ausgang von Timer 2 (PA5), um eine Leuchtdiode unterschiedlich hell leuchten zu lassen:
#include "stm32c5xx.h"
// Delay loop for 48 MHz
void delay(uint32_t msec) {
for (uint32_t j=0; j < msec * 9600; j++) {
__NOP();
}
}
int main() {
// Enable port A and timer 2
STM32_SET_BIT(RCC->AHB2ENR, RCC_AHB2ENR_GPIOAEN);
STM32_SET_BIT(RCC->APB1LENR, RCC_APB1LENR_TIM2EN);
// PA5 = TIM2_CH1 alternate function 1 (see data sheet)
STM32_MODIFY_REG(GPIOA->MODER, GPIO_MODER_MODE5, 0b10 << GPIO_MODER_MODE5_Pos);
STM32_MODIFY_REG(GPIOA->AFR[0], GPIO_AFRL_AFSEL5, 1 << GPIO_AFRL_AFSEL5_Pos);
// Timer 2 channel 1 compare mode = PWM1 with the required preload buffer enabled
STM32_MODIFY_REG(TIM2->CCMR1, TIM_CCMR1_OC1M, 0b0110 << TIM_CCMR1_OC1M_Pos);
STM32_SET_BIT(TIM2->CCMR1, TIM_CCMR1_OC1PE);
// Timer 2 enable channel 1 output
STM32_SET_BIT(TIM2->CCER, TIM_CCER_CC1E);
// Timer 2 inverse polarity for channel 1
// STM32_SET_BIT(TIM2->CCER, TIM_CCER_CC1P);
// Timer 2 clock prescaler, divide clock by 8
TIM2->PSC = 7; // the PCLK2 clock is divided by this value +1
// Timer 2 auto reload register, defines the maximum value of the counter
TIM2->ARR = 50000; // 8000000/10/50000 = 20 pulses per second
// Timer 2 enable counter and auto-preload
STM32_SET_BIT(TIM2->CR1, TIM_CR1_CEN + TIM_CR1_ARPE);
// Start with short pulses / low brightness
uint32_t pulsewidth = 90;
// endless loop
while(1) {
TIM2->CCR1 = pulsewidth;
delay(500);
// increase brightness
pulsewidth=pulsewidth*2;
// start over when the maximum value has been reached
if (pulsewidth > TIM2->ARR) {
pulsewidth = 90;
}
}
}
Ich habe hier absichtlich eine sehr niedrige PWM Frequenz gewählt, damit man das Pulsieren der LED sehen kann. In einer realen Anwendung würde man natürich eine höhere PWM Frequenz über 100 Hz wählen.
Ich möchte darauf hinweisen, dass die Timer noch viele weitere Funktionen haben, die ich hier gar nicht alle zeigen kann. Mehr Informationen dazu gibt es zum Beispiel in der Application Note AN4776.
USART Schnittstelle
Je nach Taktfrequenz der Peripherie sind unterschiedliche Baudraten möglich. Beispiele:
- Bei 16 MHz: bis 1000000 Baud
- Bei 32 MHz: bis 2000000 Baud
- Bei 64 MHz: bis 4000000 Baud
- Bei 128 MHz: bis 8000000 Baud
Die serielle Schnittstelle USART1 liegt auf PA9 (TxD) und PA10 (RxD). Das Beispielprogramm sendet regemäßig "Hello" aus. Außerdem sendet es alle empfangenen Zeichen als Echo wieder zurück. Das Senden findet direkt statt (ggf. mit Warteschleife) während der Empfang interrupt-gesteuert stattfindet:
#include <stdio.h>
#include "stm32c5xx.h"
uint32_t SystemCoreClock=48000000;
// Delay loop for 48 MHz
void delay(uint32_t msec) {
for (uint32_t j=0; j < msec * 9600; j++) {
__NOP();
}
}
// Use serial port for standard output
int _write(int file, char *ptr, int len) {
(void)file; // unused
for (int i=0; i<len; i++) {
// wait until TX buffer is empty
while (!(USART1->ISR & USART_ISR_TXE));
// write one character to the transmit data register
USART1->TDR = *ptr++;
}
return len;
}
// Called after each received character
void USART1_IRQHandler() {
// read the received character
char received=USART1->RDR;
// send echo back
while (!(USART1->ISR & USART_ISR_TXE));
USART1->TDR = received;
}
int main() {
// Enable port A, H and USART1
STM32_SET_BIT(RCC->AHB2ENR, RCC_AHB2ENR_GPIOAEN);
STM32_SET_BIT(RCC->AHB2ENR, RCC_AHB2ENR_GPIOHEN);
STM32_SET_BIT(RCC->APB2ENR, RCC_APB2ENR_USART1EN);
// PH15 = Output for LEDs
STM32_MODIFY_REG(GPIOH->MODER, GPIO_MODER_MODE15, 0b01 << GPIO_MODER_MODE15_Pos);
// Use system clock for USART1
STM32_MODIFY_REG(RCC->CCIPR1, RCC_CCIPR1_USART1SEL, 0b00 << RCC_CCIPR1_USART1SEL_Pos);
// PA9 (TxD) shall use the alternate function 7 (see data sheet)
STM32_MODIFY_REG(GPIOA->MODER, GPIO_MODER_MODE9, 0b10 << GPIO_MODER_MODE9_Pos); // alternate function mode
STM32_MODIFY_REG(GPIOA->AFR[1], GPIO_AFRH_AFSEL9, 7 << GPIO_AFRH_AFSEL9_Pos); // alternate function 7
// PA10 (RxD) shall use the alternate function 7 (see data sheet)
STM32_MODIFY_REG(GPIOA->MODER, GPIO_MODER_MODE10, 0b10 << GPIO_MODER_MODE10_Pos); // alternate function mode
STM32_MODIFY_REG(GPIOA->AFR[1], GPIO_AFRH_AFSEL10, 7 << GPIO_AFRH_AFSEL10_Pos); // alternate function 7
// Set baudrate
USART1->BRR = (SystemCoreClock / 9600);
// Enable transmitter, receiver and receive-interrupt of USART1
USART1->CR1 = USART_CR1_UE + USART_CR1_TE + USART_CR1_RE + USART_CR1_RXNEIE;
// Enable interrupt in NVIC
NVIC_EnableIRQ(USART1_IRQn);
while (1) {
// LED on
GPIOH->BSRR = GPIO_BSRR_BS15;
delay(500);
puts("Hello");
// LED off
GPIOH->BSRR = GPIO_BSRR_BR15;
delay(500);
}
}
I²C Bus
Der I²C Bus ist eine beliebte Schnittstelle für die Anbindung von Peripherie über kurze Leitungen, wie Port-Erweiterungen, Sensoren und Batterie-Management. Siehe Spezifikation von Philips/NXP.
Der Bus besteht aus den Leitungen SDA und SCL. An beide Leitungen gehört jeweils ein Pull-Up Widerstand, typischerweise mit 4,7 kΩ bei 5 V oder 2,7 kΩ bei 3,3 V. Die STM32G4 Mikrocontroller haben bis zu vier I²C Busse, alle unterstützen 3,3 V und 5 V Pegel, aber nur wenige Slaves sind so flexibel. Die Signale durchlaufen interne Filter zur Entstörung.
Bevor man einen I²C Anschluss benutzen kann, muss man bei den betroffenen Pins (SDA und SCL) die alternative Funktion im GPIOx->AFR und GPIOx->MODER einstellen. Außerdem muss der Pin im GPIOx->OTYPER Register auf Open-Drain Modus eingestellt werden.
Normalerweise hat man einen zentralen Master, der viele Slaves ansteuert. Jeder Slave hat eine eigene eindeutige 7 Bit Adresse. Innerhalb einer Transaktion kann der Master 0 oder mehr Bytes an den Slave senden und danach 0 oder mehr Bytes vom Slave empfangen. Der folgende Code kann dazu für den Master verwendet werden:
#include "stm32c5xx.h"
#include <stdbool.h>
// Delay loop for the default 48 MHz
void delay(uint32_t msec) {
for (uint32_t j=0; j < msec * 9600; j++) {
__NOP();
}
}
/**
* Initialize the I²C interface for master mode.
*
* The I/O port mode and alternate function must be configured already.
*
* @param registerStruct May be either I2C1, I2C2, I2C3 or I2C4
* @param fastMode false=100 kHz, true=400 kHz
* @param pclk1 clock frequency of APB1 peripherals, must be at least 1 MHz for normal mode and 4 MHz for fast mode.
*/
void i2c_init(I2C_TypeDef* registerStruct, bool fastMode, uint32_t pclk1) {
// Select PCLK as clock source and enable I2C
#ifdef I2C1
if (registerStruct==I2C1) {
STM32_MODIFY_REG(RCC->CCIPR2, RCC_CCIPR2_I2C1SEL, 0b00 << RCC_CCIPR2_I2C1SEL_Pos);
STM32_SET_BIT(RCC->APB1LENR, RCC_APB1LENR_I2C1EN);
}
#endif
#ifdef I2C2
if (registerStruct==I2C2) {
STM32_MODIFY_REG(RCC->CCIPR2, RCC_CCIPR2_I2C2SEL, 0b00 << RCC_CCIPR2_I2C2SEL_Pos);
STM32_SET_BIT(RCC->APB1LENR, RCC_APB1LENR_I2C2EN);
}
#endif
// Disable the I²C peripheral
STM32_CLEAR_BIT(registerStruct->CR1, I2C_CR1_PE);
// Configure timing
if (fastMode) {
// we want to clock the I2C peripheral with 8 MHz if possible (max. 64 MHz are allowed here)
uint32_t divisor=pclk1/8000000;
if (divisor<1) divisor=1;
if (divisor>16) divisor=16;
uint32_t i2c_clock=pclk1/divisor;
STM32_MODIFY_REG(registerStruct->TIMINGR, I2C_TIMINGR_PRESC, (divisor-1) << I2C_TIMINGR_PRESC_Pos);
STM32_MODIFY_REG(registerStruct->TIMINGR, I2C_TIMINGR_SCLL, (i2c_clock/850000-1) << I2C_TIMINGR_SCLL_Pos);
STM32_MODIFY_REG(registerStruct->TIMINGR, I2C_TIMINGR_SCLH, (i2c_clock/850000-1) << I2C_TIMINGR_SCLH_Pos);
STM32_MODIFY_REG(registerStruct->TIMINGR, I2C_TIMINGR_SDADEL, (i2c_clock/8000000) << I2C_TIMINGR_SDADEL_Pos); // no -1 on purpose
STM32_MODIFY_REG(registerStruct->TIMINGR, I2C_TIMINGR_SCLDEL, (i2c_clock/4000000-1) << I2C_TIMINGR_SCLDEL_Pos);
}
else {
// we want to clock the I2C peripheral with 2 MHz if possible (max. 16 MHz are allowed here)
uint32_t divisor=pclk1/2000000;
if (divisor<1) divisor=1;
if (divisor>16) divisor=16;
uint32_t i2c_clock=pclk1/divisor;
STM32_MODIFY_REG(registerStruct->TIMINGR, I2C_TIMINGR_PRESC, (divisor-1) << I2C_TIMINGR_PRESC_Pos);
STM32_MODIFY_REG(registerStruct->TIMINGR, I2C_TIMINGR_SCLL, (i2c_clock/200000-1) << I2C_TIMINGR_SCLL_Pos);
STM32_MODIFY_REG(registerStruct->TIMINGR, I2C_TIMINGR_SCLH, (i2c_clock/200000-1) << I2C_TIMINGR_SCLH_Pos);
STM32_MODIFY_REG(registerStruct->TIMINGR, I2C_TIMINGR_SDADEL, (i2c_clock/2000000) << I2C_TIMINGR_SDADEL_Pos); // no -1 on purpose
STM32_MODIFY_REG(registerStruct->TIMINGR, I2C_TIMINGR_SCLDEL, (i2c_clock/1000000-1) << I2C_TIMINGR_SCLDEL_Pos);
}
// Stop and Restart signals will be generated by software
STM32_CLEAR_BIT(registerStruct->CR2, I2C_CR2_AUTOEND);
// Enable the I²C peripheral
STM32_SET_BIT(registerStruct->CR1, I2C_CR1_PE);
}
/**
* Sub-Function of i2c_communicate.
* Configures number of data bytes to send or receive in the current block.
*/
void configureBlockSize(I2C_TypeDef* registerStruct, int size) {
if (size>255) {
// Set number of bytes to send or receive in this block
STM32_MODIFY_REG(registerStruct->CR2, I2C_CR2_NBYTES, 255 << I2C_CR2_NBYTES_Pos);
// Prepare to transfer more blocks after this one
STM32_SET_BIT(registerStruct->CR2, I2C_CR2_RELOAD);
}
else {
// Number of bytes to send or receive in the last block
STM32_MODIFY_REG(registerStruct->CR2, I2C_CR2_NBYTES, size << I2C_CR2_NBYTES_Pos);
// After this block, no more blocks will be transferred
STM32_CLEAR_BIT(registerStruct->CR2, I2C_CR2_RELOAD);
}
}
/**
* Perform an I²C transaction, which sends 0 or more data bytes, followed by receiving 0 or more data bytes.
*
* @param registerStruct May be either I2C1, I2C2, I2C3 or I2C4
* @param slave_addr 7 Bit slave address (will be shifted within this function)
* @param send_buffer Points to the buffer that contains the data bytes that shall be sent (may be 0 if not used)
* @param send_size Number of bytes to send
* @param receive_buffer Points to the buffer that will be filled with the received bytes (may be 0 if not used)
* @param receive_size Number of bytes to receive
* @return Number of received data bytes, or -1 if sending failed
*/
int i2c_communicate(I2C_TypeDef* registerStruct, uint8_t slave_addr,
void* send_buffer, int send_size, void* receive_buffer, int receive_size) {
int receive_count=-1;
// Set slave address (shifted 1 bit to the left)
STM32_MODIFY_REG(registerStruct->CR2, I2C_CR2_SADD, slave_addr << 1);
// Send data
if (send_size>0) {
// Data direction
STM32_CLEAR_BIT(registerStruct->CR2, I2C_CR2_RD_WRN);
// Configure size of the first data block to send
configureBlockSize(registerStruct, send_size);
// Send start condition
STM32_SET_BIT(registerStruct->CR2, I2C_CR2_START);
// Send data
do {
// Check for error
if (STM32_READ_BIT(registerStruct->ISR, I2C_ISR_NACKF | I2C_ISR_ARLO)) {
goto error;
}
// Send one byte when ready
if (STM32_READ_BIT(registerStruct->ISR, I2C_ISR_TXIS)) {
registerStruct->TXDR = *((uint8_t*)send_buffer);
send_buffer++;
send_size--;
}
// Configure size of next block, if requested
if (STM32_READ_BIT(registerStruct->ISR, I2C_ISR_TCR)) {
configureBlockSize(registerStruct, send_size);
}
}
// Loop until the transfer is complete
while (!STM32_READ_BIT(registerStruct->ISR, I2C_ISR_TC));
}
// Sending succeeded, start counting the received bytes
receive_count=0;
// Receive data
if (receive_size>0) {
// Data direction
STM32_SET_BIT(registerStruct->CR2, I2C_CR2_RD_WRN);
// Configure size of the first data block to receive
configureBlockSize(registerStruct, receive_size);
// Send start or restart condition
STM32_SET_BIT(registerStruct->CR2, I2C_CR2_START);
// Receive data
do {
// Check for error
if (STM32_READ_BIT(registerStruct->ISR, I2C_ISR_ARLO)) {
goto error;
}
// Fetch one received byte when ready
if (STM32_READ_BIT(registerStruct->ISR, I2C_ISR_RXNE)) {
*((uint8_t*)receive_buffer) = registerStruct->RXDR;
receive_buffer++;
receive_count++;
receive_size--;
}
// Configure size of next block, if requested
if (STM32_READ_BIT(registerStruct->ISR, I2C_ISR_TCR)) {
configureBlockSize(registerStruct, receive_size);
}
}
// Loop until the transfer is complete
while (!STM32_READ_BIT(registerStruct->ISR, I2C_ISR_TC));
}
// Send stop condition
STM32_SET_BIT(registerStruct->CR2, I2C_CR2_STOP);
return receive_count;
error:
// Restart the I²C peripheral
STM32_CLEAR_BIT(registerStruct->CR1, I2C_CR1_PE);
STM32_SET_BIT(registerStruct->CR1, I2C_CR1_PE);
//ITM_SendString("I2C bus error!\n");
return receive_count;
}
/**
* Initialize the I/O pins.
*/
void init_io() {
// Enable port B
STM32_SET_BIT(RCC->AHB2ENR, RCC_AHB2ENR_GPIOBEN);
// I2C1 PB9=SDA, alternate function 4 open-drain (for external pull-ups)
STM32_MODIFY_REG(GPIOB->MODER, GPIO_MODER_MODE8, 0b10 << GPIO_MODER_MODE8_Pos); // alternate function mode
STM32_MODIFY_REG(GPIOB->AFR[1], GPIO_AFRH_AFSEL8, 4 << GPIO_AFRH_AFSEL8_Pos); // alternate function 4
STM32_SET_BIT(GPIOB->OTYPER, GPIO_OTYPER_OT8); // open-drain
// I2C1 PB8=SCL, alternate function 4 open-drain (for external pull-ups)
STM32_MODIFY_REG(GPIOB->MODER, GPIO_MODER_MODE9, 0b10 << GPIO_MODER_MODE9_Pos); // alternate function mode
STM32_MODIFY_REG(GPIOB->AFR[1], GPIO_AFRH_AFSEL9, 4 << GPIO_AFRH_AFSEL9_Pos); // alternate function 4
STM32_SET_BIT(GPIOB->OTYPER, GPIO_OTYPER_OT9); // open-drain
// Enable port H
STM32_SET_BIT(RCC->AHB2ENR, RCC_AHB2ENR_GPIOHEN);
// PH15 = Output for LEDs
STM32_MODIFY_REG(GPIOH->MODER, GPIO_MODER_MODE15, 0b01 << GPIO_MODER_MODE15_Pos);
}
int main() {
init_io();
i2c_init(I2C1, false, 48000000);
while (1) {
// LED on
GPIOH->BSRR = GPIO_BSRR_BS15;
delay(10);
uint8_t send_buffer[]={0};
uint8_t receive_buffer[5];
i2c_communicate(I2C1, 8, send_buffer, 1, receive_buffer, 5);
// LED off
GPIOH->BSRR = GPIO_BSRR_BR15;
delay(90);
}
}
Das obige Beispiel sendet ein Byte {0} an den Slave mit der Adresse 8. Danach werden 5 Bytes vom Slave empfangen, falls er antwortet.
USB Schnittstelle
Die USB Schnittstelle besteht zum Teil aus Hardware, aber dazu gehört auch ein umfangreiches Softwarepaket. Beinahe alle Programmierer binden dazu fertige Bibliotheken in ihr Programm ein.
ST setzt seit den U5/H5/C5 Serien auf Microsofts USBX mit ThreadX oder FreeRTOS. Diese Kombination funktioniert völlig anders als die bisher bekannten USBD und USBH Bibliotheken. Erschwerend kommt hinzu, dass die neue HAL2 und Cube MX2 nicht mehr zu den bisherigen Anleitungen im Internet passen. Mir ist das zu kompliziert geworden.
Als Alternative dazu bietet sich TinyUSB von Ha Thach an. Man kann es wahlweise mit und ohne FreeRTOS verwenden.
Die USB Schnittstelle muss mit 48 MHz getaktet werden, vorzugsweise aus einem Quarz. Der interne HSI Oszillator ist nur mit aktiviertem Clock-Recovery System (CRS) geeignet. Der APB2 Bus muss mit mindestens 12 MHz getaktet werden.
Die USB Buchse wird mit PA11 (D-) und PA12 (D+) verbunden. Es ist nicht nötig, den Modus (in, out, alternative) dieser Pins zu konfigurieren.
Im Register USB_DRD_FS->BCDR Bit DPPU_DPD kann man Widerstände einschalten:
- für den Device Modus einen internen 1,5k Ω Pull-Up Widerstand an D+
- für den Host Modus zwei interne 15k Ω Pull-Down Widerstände an D+ und D-
USB und CAN können gleichzeitig verwendet werden.
Virtueller COM Port mit TinyUSB
Hier zeige ich, wie man mit der STM32Cube IDE und TinyUSB ein Projekt mit virtuellem COM Port (VCP, CDC) erstellt. Du kannst es auch fertig downloaden.
- Lade dir mein CMSIS Paket herunter und packes es aus (am besten in dem Verzeichnis, wo deine STM32 Projekte liegen). Importiere dieses Projekt in deine IDE. Das ist auch nötig, wenn du mein fertiges Projekt (vom obigen download Link) verwendest.
- Erzeuge mit der STM32Cube IDE ein "empty project" für deinen STM32 Mikrocontroller.
- Lade dir auch TinyUSB v0.21.0 herunter und packe es in dem gerade erzeugten Projektverzeichnis aus.
- Kopiere zwei Beispiel-Dateien:
- tinyusb/examples/device/cdc_dual_ports/src/tusb_config.h → Inc/tusb_config.h
- tinyusb/examples/device/cdc_dual_ports/src/tusb_descriptors.c → Src/tusb_descriptors.c
- Klicke mit der rechten Maustaste auf den Projektnamen und dann auf Properties. Wähle ganz oben All configurations aus.
- Gehe Links zum Bereich C/C++ Build / Settings, MCU GCC Compiler / Preprocessor. Dort
fügst du folgende Einträge hinzu:
- CFG_TUSB_MCU=OPT_MCU_STM32C5
- STM32C552xx
- Gehe darunter nach MCU GCC Compiler / Include paths. Dort fügst du drei Verzeichnisse hinzu:
- tinyusb/src
- CMSIS_STM32/device_STM32C5
- CMSIS_STM32/core
- Gehe Links zum Bereich C/C++ General / Paths and Symbols, GNU C, Source Location.
Füge dort ein Verzeichnis hinzu:
- tinyusb/src
- Editiere die Datei tusb_descriptors.c, trage bei (1) eine Seriennummer als String ein und lösche im Gegenzug den Teil (2), der die Seriennummer zur Laufzeit generieren will:
- Ersetze die ganze Datei main.c durch das folgende Beispiel. Danach sollte das Projekt compilierbar sein.
#include <stdint.h>
#include "stm32c5xx.h"
#include "tusb.h"
// Interrupt handler for USB
void USB_DRD_FS_IRQHandler() {
tud_int_handler(BOARD_TUD_RHPORT);
}
// Interrupt handler for USB (alternative name)
void USB_FS_IRQHandler() {
tud_int_handler(BOARD_TUD_RHPORT);
}
// The current clock frequency
uint32_t SystemCoreClock=48000000;
// Interrupt handler for SysTick timer
volatile uint32_t systick_count=0;
void SysTick_Handler() {
systick_count++;
}
// Delay some milliseconds.
void delay(uint32_t ms) {
uint32_t start=systick_count;
while (systick_count-start < ms);
}
// Derive 48 MHz USB clock from internal HSI oscillator with CRS.
// No need to change system clock because the default 48 MHz is fast enough.
void init_clock() {
// Start system timer
SysTick_Config(SystemCoreClock/1000);
// Select HSI Div 3 as clock source for USB
STM32_MODIFY_REG(RCC->CCIPR2, RCC_CCIPR2_CK48SEL, 0b10 << RCC_CCIPR2_CK48SEL_Pos);
// Enable CRS with Auto-Trimming on SOF signal from USB host
STM32_SET_BIT(RCC->APB1LENR, RCC_APB1LENR_CRSEN);
STM32_SET_BIT(CRS->CR, CRS_CR_CEN + CRS_CR_AUTOTRIMEN);
}
void init_io() {
// Enable port H
STM32_SET_BIT(RCC->AHB2ENR, RCC_AHB2ENR_GPIOHEN);
// PH15 = Output for LED
STM32_MODIFY_REG(GPIOH->MODER, GPIO_MODER_MODE15, 0b01 << GPIO_MODER_MODE15_Pos);
// Enable USB with pull-up
STM32_SET_BIT(RCC->APB2ENR, RCC_APB2ENR_USBEN);
STM32_SET_BIT(USB_DRD_FS->BCDR, USB_BCDR_DPPU_DPD);
}
// Blink the LED and send messages.
void main_task(void) {
static enum {BEFORE, SEND, AFTER} state = BEFORE;
static uint32_t waitSince = 0;
switch (state) {
case BEFORE:
if (systick_count - waitSince >= 900) { // in 900ms
// LED ON
STM32_WRITE_REG(GPIOH->BSRR, GPIO_BSRR_BS15);
waitSince = systick_count;
state = SEND; // next state
}
break;
case SEND:
// Send messages via USB (each max. 64 characters)
tud_cdc_n_write_str(0, "Hello world from CDC 0\n");
tud_cdc_n_write_str(1, "Hello world from CDC 1\n");
// Flush buffer
tud_cdc_n_write_flush(0);
tud_cdc_n_write_flush(1);
state = AFTER; // next state
break;
case AFTER:
if (systick_count - waitSince >= 100) { // in 100ms
// LED OFF
STM32_WRITE_REG(GPIOH->BSRR, GPIO_BSRR_BR15);
waitSince = systick_count;
state = BEFORE; // next state
}
break;
}
}
int main(void)
{
init_clock();
init_io();
// Initialize tinyUSB
tusb_rhport_init_t dev_init = {
.role = TUSB_ROLE_DEVICE,
.speed = TUSB_SPEED_AUTO
};
tusb_init(BOARD_TUD_RHPORT, &dev_init);
while(1) {
tud_task();
main_task();
}
}
Die Ausgabe kann man mit einem Terminal-Programm anzeigen, indem man damit den virtuellen COM Port öffnet. Die Baudrate wird igoriert. Bitte beachte meinen Hinweis zu CDC Geräten unter Linux, er erspart dir womöglich eine langwierige Fehlersuche.
Ich habe zwei Interrupthandler für USB geschrieben, weil die IDE je nach Modell den einen oder den anderen Namen vorgibt (siehe Datei startup_stm32c552xxxx.s). Mit dem obigen Code funktionieren beide Varianten.
Dieses Beispielprogramm richtet zwei (!) virtuelle COM Ports ein. Dafür ist CFG_TUD_CDC in tusb_config.h verantwortlich, sowie der USB Descriptor. Die Funktion tud_cdc_n_write_str() wartet nicht darauf, dass genug Platz im Puffer frei wird. Sie sendet nur so viel wie gerade möglich ist, maximal 64 Zeichen. Wenn kein Computer verbunden ist, laufen die gesendeten Zeichen ins Leere.
Das Projekt implementiert Multitasking mit einem Zustandsautomaten, wie auf ich ihn auf der Seite Multitasking in C und Arduino erklärt habe. Es führt zwei Threads aus: das eigene Hauptprogramm und den TinyUSB Treiber.
Echtzeituhr
Die RTC besteht aus einem 32 kHz Quarz-Oszillator und einer Reihe verketteter Zähler, um auf Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Monate und Jahre zu kommen. Zwei Alarm-Zeiten sind programmierbar und die Uhr kann sich den Zeitstempel von einem Ereignis merken.
Nach einem Stromausfall werden die Zähler automatisch auf 0 gesetzt und die Uhr angehalten.
Der LSE Oszillator nutzt nur sehr wenig Energie und ist daher bei falscher Beschaltung störanfällig. Die Leitungen zum sorgfältig ausgewählten Quarz sollen so kurz wie möglich sein und die Kapazitäten müssen genau berechnet werden. Häufige Pegelwechsel an PC13 können den Oszillator beeinträchtigen.
Die Application Note AN4759 beschreibt, wie man die RTC benutzt. Wenn der Systemtakt geringer ist als 230 kHz, dann muss man die Verwendung der Schatten-Register deaktivieren. In den folgenden Beispielen gehe ich davon aus, dass der Systemtak hoch genug ist.
RTC starten
Nach einem Stromausfall ist die Uhr zunächst gestoppt. Auf Boards mit 32,768 kHz Uhrenquarz kann man sie so starten:
// Start the RTC using 32 kHz crystal
void init_rtc() {
// Enable APB bus interface to RTC
STM32_SET_BIT(RCC->APB3ENR, RCC_APB3ENR_RTCAPBEN);
// Enable write access to the RTC domain
STM32_SET_BIT(PWR->RTCCR, PWR_RTCCR_DRTCP);
// Enable LSE oscillator with medium-high drive
STM32_MODIFY_REG(RCC->RTCCR, RCC_RTCCR_LSEDRV, 0b10 << RCC_RTCCR_LSEDRV_Pos);
STM32_SET_BIT(RCC->RTCCR, RCC_RTCCR_LSEON);
// Wait until LSE oscillator is ready
while (!STM32_READ_BIT(RCC->RTCCR, RCC_RTCCR_LSERDY)) {}
// Select LSE as clock source for the RTC
STM32_MODIFY_REG(RCC->RTCCR, RCC_RTCCR_RTCSEL, 0b01 << RCC_RTCCR_RTCSEL_Pos);
// Enable the RTC
STM32_SET_BIT(RCC->RTCCR, RCC_RTCCR_RTCEN);
}
Auf Boards ohne Uhrenquarz aber mit 8 MHz Hauptquarz kann man sie so starten:
// Start the RTC using 8 MHz crystal
void init_rtc() {
// Enable HSE Oscillator (if not already enabled)
STM32_SET_BIT(RCC->CR1, RCC_CR1_HSEON);
// Wait until HSE oscillator is ready
while (!STM32_READ_BIT(RCC->CR1, RCC_CR1_HSERDY)) {}
// Divide HSE by 8 to get 1 MHz for the RTC
STM32_MODIFY_REG(RCC->CFGR1, RCC_CFGR1_RTCPRE, 8 << RCC_CFGR1_RTCPRE_Pos);
// Enable APB bus interface to RTC
STM32_SET_BIT(RCC->APB3ENR, RCC_APB3ENR_RTCAPBEN);
// Enable write access to the RTC domain
STM32_SET_BIT(PWR->RTCCR, PWR_RTCCR_DRTCP);
// Select HSE as clock source for the RTC
STM32_MODIFY_REG(RCC->RTCCR, RCC_RTCCR_RTCSEL, 0b11 << RCC_RTCCR_RTCSEL_Pos);
// Enable the RTC
STM32_SET_BIT(RCC->RTCCR, RCC_RTCCR_RTCEN);
// Unlock the write protection
RTC->WPR = 0xCA;
RTC->WPR = 0x53;
// Enter initialization mode
STM32_SET_BIT(RTC->ICSR, RTC_ICSR_INIT);
// Wait until the initialization mode is active
while (!STM32_READ_BIT(RTC->ICSR, RTC_ICSR_INITF)) {};
// Divide the 1 MHz by 100 and 10000 to get 1 Hz
STM32_MODIFY_REG(RTC->PRER, RTC_PRER_PREDIV_A, 100-1 << RTC_PRER_PREDIV_A_Pos);
STM32_MODIFY_REG(RTC->PRER, RTC_PRER_PREDIV_S, 10000-1 << RTC_PRER_PREDIV_S_Pos);
// Leave initialization mode
STM32_CLEAR_BIT(RTC->ICSR, RTC_ICSR_INIT);
// Switch the write protection back on
RTC->WPR = 0xFF;
}
⭐ Die Taktquelle der Uhr lässt sich immer nur einmal einstellen. Für einen Wechsel muss der Chip zwischendurch Stromlos gemacht werden.
Aufwachen
Nachdem die RTC gestartet ist, kann man sie benutzen, um regelmäßige Unterbrechungen zu erzeugen. Diese wiederum können verwendet werden, um den Mikrocontroller aus Sleep, Stop und Standby Zuständen auf zu wecken. Im folgenden Anwendungsbeispiel wird die schlafende CPU jede Sekunde durch einen Interrupt aufgeweckt:
#include "stm32c5xx.h"
// delay loop for the default 48 MHz
void delay(uint32_t msec) {
for (uint32_t j=0; j < msec * 9600; j++) {
__NOP();
}
}
void init_wakeup() {
// Unlock the write protection
RTC->WPR = 0xCA;
RTC->WPR = 0x53;
// Stop the wakeup timer to allow configuration update
STM32_CLEAR_BIT(RTC->CR, RTC_CR_WUTE);
// Wait until the wakeup timer is ready for configuration update
while (!STM32_READ_BIT(RTC->ICSR, RTC_ICSR_WUTWF)) {};
// Clock source of the wakeup timer is 1 Hz
STM32_MODIFY_REG(RTC->CR, RTC_CR_WUCKSEL, 0b100 << RTC_CR_WUCKSEL_Pos);
// The wakeup period is 0+1 clock pulses
RTC->WUTR = 0;
// Enable the wakeup timer with interrupts
STM32_SET_BIT(RTC->CR, RTC_CR_WUTE + RTC_CR_WUTIE);
// Switch the write protection back on
RTC->WPR = 0xFF;
// Enable interrupt
STM32_SET_BIT(EXTI->IMR1, EXTI_IMR1_IM17);
NVIC_EnableIRQ(RTC_IRQn);
// Clear (old) pending interrupt flag
STM32_SET_BIT(RTC->SCR, RTC_SCR_CWUTF);
}
void RTC_IRQHandler() {
// Clear pending interrupt flag in RTC
STM32_SET_BIT(RTC->SCR, RTC_SCR_CWUTF);
}
void init_io() {
// Enable port H
STM32_SET_BIT(RCC->AHB2ENR, RCC_AHB2ENR_GPIOHEN);
// PH15 = Output for LED
STM32_MODIFY_REG(GPIOH->MODER, GPIO_MODER_MODE15, 0b01 << GPIO_MODER_MODE15_Pos);
}
int main() {
// Give the debugger time to connect
delay(1000);
init_io();
init_rtc();
init_wakeup();
while (1) {
// Enter sleep state
__WFI();
// Flash the LED shortly
GPIOH->BSRR = GPIO_BSRR_BS15;
delay(50);
GPIOH->BSRR = GPIO_BSRR_BR15;
delay(50);
}
}
⭐ Da dein Programm die CPU schlafen legt, empfiehlt sich ein Delay ganz am Anfang der main() Funktion. Der Debugger bekommt dadurch genug Zeit, sich vorher zu verbinden. Wenn du einen Debugger ohne Reset-Leitung verwendest, musst du beim Verbindungsaufbau ggf. den Reset-Taster drücken.
RTC Lesen
Man kann die Uhrzeit und das Datum direkt aus den entsprechenden Registern auslesen. Die Hardware verwendet dabei Schatten-Register, die automatisch mit der langsamen RTC synchronisiert werden. Das folgende Beispiel baut auf die obigen Funktionen auf:
#include "stm32c5xx.h"
int main() {
init_rtc();
while (1) {
// Extract digits from the RTC time register
uint8_t ht= (RTC->TR & RTC_TR_HT) >> RTC_TR_HT_Pos;
uint8_t hu= (RTC->TR & RTC_TR_HU) >> RTC_TR_HU_Pos;
uint8_t mnt=(RTC->TR & RTC_TR_MNT) >> RTC_TR_MNT_Pos;
uint8_t mnu=(RTC->TR & RTC_TR_MNU) >> RTC_TR_MNU_Pos;
uint8_t st= (RTC->TR & RTC_TR_ST) >> RTC_TR_ST_Pos;
uint8_t su= (RTC->TR & RTC_TR_SU) >> RTC_TR_SU_Pos;
// Print the time
char buffer[20];
snprintf(buffer,sizeof(buffer),"Time: %d%d:%d%d:%d%d", ht,hu, mnt,mnu, st,su);
puts(buffer);
// Extract digits from the RTC date register
uint8_t yt= (RTC->DR & RTC_DR_YT) >> RTC_DR_YT_Pos;
uint8_t yu= (RTC->DR & RTC_DR_YU) >> RTC_DR_YU_Pos;
uint8_t mt= (RTC->DR & RTC_DR_MT) >> RTC_DR_MT_Pos;
uint8_t mu= (RTC->DR & RTC_DR_MU) >> RTC_DR_MU_Pos;
uint8_t dt= (RTC->DR & RTC_DR_DT) >> RTC_DR_DT_Pos;
uint8_t du= (RTC->DR & RTC_DR_DU) >> RTC_DR_DU_Pos;
// Print the date
snprintf(buffer,sizeof(buffer),"Date: %d%d-%d%d-%d%d", yt,yu, mt,mu, dt,du);
puts(buffer);
// Wait a while
delay(3000);
}
}
Im Control Register RTC->CR kann man die Anzeige der Zeit beeinflussen:
- SUB1H Subtrahiere eine Stunde
- ADD1H Addiere eine Stunde (für Sommerzeit)
RTC Beschreiben
Datum, Uhrzeit und einige Bits im Control Register sind ziemlich gut gegen versehentliche Änderungen geschützt. Sie lassen sich nur im sogenannten Initialisierungs-Modus beschreiben, wenn der Schreibgeschutz aufgehoben wurde.
Man darf die reservierten Bits nicht verändern. Außerdem muss man nach jedem Schreibzugriff eine Synchronisation der Schatten-Register auslösen und abwarten. Deswegen ist es gut alle Bits im RTC->TR bzw. RTC->DR Register gleichzeitig zu setzen.
Die folgende Prozedur ändert Datum und Uhrzeit unter Berücksichtigung der obigen Aspekte:
/**
* Write digits to the RTC time register in 24h format.
* @param ht tens of hour
* @param hu ones of hour
* @param mnt tens of minute
* @param mnu ones of minute
* @param st tens of second
* @param su ones of second
*/
void RTC_write_time(uint8_t ht, uint8_t hu, uint8_t mnt, uint8_t mnu, uint8_t st, uint8_t su) {
// Calculate the new value for the time register
uint32_t tmp = RTC->TR;
tmp &= ~(RTC_TR_HT+RTC_TR_HU+RTC_TR_MNT+RTC_TR_MNU+RTC_TR_ST+RTC_TR_SU+RTC_TR_PM); // Keep only the reserved bits
tmp += (uint32_t) ht << RTC_TR_HT_Pos;
tmp += (uint32_t) hu << RTC_TR_HU_Pos;
tmp += (uint32_t) mnt << RTC_TR_MNT_Pos;
tmp += (uint32_t) mnu << RTC_TR_MNU_Pos;
tmp += (uint32_t) st << RTC_TR_ST_Pos;
tmp += (uint32_t) su << RTC_TR_SU_Pos;
// Unlock the write protection
RTC->WPR = 0xCA;
RTC->WPR = 0x53;
// Enter initialization mode
STM32_SET_BIT(RTC->ICSR, RTC_ICSR_INIT);
// Wait until the initialization mode is active
while (!STM32_READ_BIT(RTC->ICSR, RTC_ICSR_INITF)) {};
// The 24h format is already the default
// STM32_CLEAR_BIT(RTC->CR, RTC_CR_FMT);
// Update the time register
RTC->TR = tmp;
// Leave the initialization mode
STM32_CLEAR_BIT(RTC->ICSR, RTC_ICSR_INIT);
// Trigger a synchronization of the shadow registers
STM32_CLEAR_BIT(RTC->ICSR, RTC_ICSR_RSF);
// Wait until the shadow registers are synchronized
while (!STM32_READ_BIT(RTC->ICSR, RTC_ICSR_RSF)) {};
// Switch the write protection back on
RTC->WPR = 0xFF;
}
/**
* Write digits to the RTC date register.
* @param yt tens of year
* @param yu ones of year
* @param mt tens of month
* @param mu ones of month
* @param dt tens of day
* @param du ones of day
* @param wdu week day (1-7)
*/
void RTC_write_date(uint8_t yt, uint8_t yu, uint8_t mt, uint8_t mu, uint8_t dt, uint8_t du, uint8_t wdu) {
// Calculate the new value for the date register
uint32_t tmp = RTC->DR;
tmp &= ~(RTC_DR_YT+RTC_DR_YU+RTC_DR_MT+RTC_DR_MU+RTC_DR_DT+RTC_DR_DU+RTC_DR_WDU); // Keep only the reserved bits
tmp += (uint32_t) yt << RTC_DR_YT_Pos;
tmp += (uint32_t) yu << RTC_DR_YU_Pos;
tmp += (uint32_t) mt << RTC_DR_MT_Pos;
tmp += (uint32_t) mu << RTC_DR_MU_Pos;
tmp += (uint32_t) dt << RTC_DR_DT_Pos;
tmp += (uint32_t) du << RTC_DR_DU_Pos;
tmp += (uint32_t) wdu << RTC_DR_WDU_Pos;
// Unlock the write protection
RTC->WPR = 0xCA;
RTC->WPR = 0x53;
// Enter initialization mode
STM32_SET_BIT(RTC->ICSR, RTC_ICSR_INIT);
// Wait until the initialization mode is active
while (!STM32_READ_BIT(RTC->ICSR, RTC_ICSR_INITF)) {};
// Update the time register
RTC->DR = tmp;
// Leave the initialization mode
STM32_CLEAR_BIT(RTC->ICSR, RTC_ICSR_INIT);
// Trigger a synchronization of the shadow registers
STM32_CLEAR_BIT(RTC->ICSR, RTC_ICSR_RSF);
// Wait until the shadow registers are synchronized
while (!STM32_READ_BIT(RTC->ICSR, RTC_ICSR_RSF)) {};
// Switch the write protection back on
RTC->WPR = 0xFF;
}
int main() {
...
init_rtc();
// Change the time to 18:33:45
RTC_write_time(1,8, 3,3, 4,5);
// Change the date to 26-02-21 (21th Feb. 2026), 6=saturday
RTC_write_date(2,6, 0,2, 2,1, 6);
...
}
RTC kalibrieren
Die RTC weicht normalerweise höchstens zwei Sekunden pro Tag ab. Durch Kalibrierung kann man die Genauigkeit weiter verbessern. Sollte deine Uhr um mehr als 4 Sekunden pro Tag (=48 ppm) abweichen, liegt mit Sicherheit ein Hardwarefehler vor, der zuerst behoben werden muss.
⚠️ Das RTC->CALR Register kann erst nach Deaktivierung des Schreibschutzes verändert werden.
Um die Uhr ohne teure Messinstrumente grob zu kalibrieren, lässt man sie einige Tage lang laufen und ermittelt dabei ihre Abweichung von der soll-Geschwindigkeit durch Vergleich mit einem präzisen Zeitserver.
Wenn die Uhr zu langsam läuft, setzt man das Bit CALP auf 1, so daß sie 42,188 Sekunden pro Tag schneller läuft. Wenn die Uhr schon ohne Kalibrierung zu schnell läuft, lässt man das Bit auf 0. Anschließend stellt man im CALM Feld einen Korrekturwert (0-511) ein, wobei jede Stufe die Uhr um 0,0824 Sekunden pro Tag verlangsamt.
Wenn die Uhr zum Beispiel 4 Sekunden pro Tag zu langsam wäre, ergäbe sich folgende Rechnung:
Error: 4.000 Seconds CALP: 1 = -42.188 Seconds CALM: 464 * 0.0824 = +38.234 Seconds =========================================== Sum: 0.046 Seconds




